Beseitigung von Brandschaden

Der Vermieter haftet  für Brandschäden in den Wohnungen seiner Mieter. Selbst dann, wenn der Mieter den Brand selbst verursacht hat. Die Gebäudeversicherung kann auch keinen Schadensersatz von dem Mieter verlangen, wenn dieser die Versicherungsbeiträge mit den Nebenkosten bezahlt hat
(BGH VIII ZR 191/13).  

 

Außerdem hat der Mieter das Recht, die Miete bis zur Beseitigung des Schadens angemessen zu kürzen. Hat der Mieter den Brandschaden selbst verschuldet, muss der Vermieter seine Gebäudeversicherung zur Schadensregulierung in Anspruch nehmen. Die hat ihrerseits keine Regressansprüche gegenüber dem Mieter, wenn der über die Betriebskostenabrechnung die Versicherungsbeiträge gezahlt hat. 

Die minderjährige Tochter eines Mieters hatte Öl in einem Kochtopf auf dem Herd erhitzt und die Küche bei eingeschalteter Herdplatte zeitweise verlassen. Das Öl entzündete sich und es kam zu einem Wohnungsbrand. Der Vermieter weigerte sich, den Brandschaden zu beseitigen und schaltete auch seine Gebäudeversicherung nicht ein.

 

Der Bundesgerichtshof erklärte, dass der Vermieter grundsätzlich verpflichtet sei, die Mietsache während der Mietzeit in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten. Dazu gehöre auch, dass er nach einem Wohnungsbrand die Brandschäden beseitigt. Ein finanzieller Schaden drohe dem Vermieter nicht, da er seine Gebäudeversicherung mit der Schadensregulierung beauftragen könnte.  

Quelle: siehe Quellennachweis 17-12 Beseitigung von Brandschaden