Bunte Wände sind beim Auszug verboten

Der BGH hat einen Mieter zu Schadensersatz verurteilt, der bei Auszug seine Wohnung zu bunt gestrichen zurückgegeben hatte. Dies sei während der Mietzeit zwar zulässig, beim Auszug müsse die Wohnung jedoch in neutralen

Farben gestrichen zurückgegeben werden.

 

Das gilt auch, wenn Mieter laut Mietvertrag nicht verpflichtet war, Schönheitsreparaturen durchzuführen. Mieter haben während der Mietzeit das Recht, die Wohnung nach eigenen Vorstellungen zu dekorieren und

können auch bunte kräftige Farbanstriche wählen. Beim Auszug müssen jedoch ungewöhnliche Anstriche beseitigen müssen, andernfalls sind sie Schadensersatzpflichtig.

 

Im vorliegenden Fall muss der Mieter ca. 2.700 Euro Schadensersatz zahlen, weil er Wände während der Mietzeit in kräftigen Farben angestrichen hatte und die Wohnung in diesem Zustand nach Beendigung des Mietverhältnisses zurückgab.

 

Laut Bundesgerichtshof ist der Mieter zum Schadensersatz verpflichtet, wenn er eine in neutralen Dekorationen übernommene Wohnung bei

Mietende in einem ausgefallenen farblichen Zustand zurückgibt, der von vielen Mietinteressenten nicht akzeptiert wird und eine Neuvermietung der Wohnung praktisch unmöglich macht. Der Schaden des Vermieters bestehe darin, dass er die für breite Mieterkreise nicht akzeptable Art der Dekoration beseitigen müsse.

 

Quelle: siehe Quellennachweis 17-13 Bunte Wände sind bei Auszug verboten