Vermieter kann Betriebskostenabrechnung nachträglich korrigieren

 

Ein Vermieter, dem bei der Nebenkostenabrechnung ein Fehler unterläuft, kann diesen nachträglich noch korrigieren. Allerdings nicht beliebig lange.

 

Wer als Mieter die jährliche Nebenkostenabrechnung erhält, sollte sich nicht zu früh über ein dort ausgewiesenes Guthaben freuen: Der Vermieter ist berechtigt, die Abrechnung nachträglich auch noch zuungunsten des Vermieters zu korrigieren, wenn sich herausstellt, dass sie fehlerhaft ist. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil (Az.: VIII ZR 296/09).

 

Im verhandelten Fall überwies der Vermieter zunächst ein Guthaben in Höhe von knapp 200 Euro auf das Konto des Mieters. Einige Monate später fiel dem Hausbesitzer allerdings auf, dass er bei der Abrechnung eine Heizölrechnung übersehen hatte. Eine Neuberechnung ergab, dass das Guthaben des Mieters knapp 140 Euro niedriger ausfiel. Dieses Geld buchte der Vermieter vom Mieterkonto ab.

 

Dies wollte sich der Mieter nicht gefallen lassen. Er vertrat die Ansicht, dass der Vermieter die Betriebskostenabrechnung nachträglich nicht mehr zu seinen Ungunsten abändern könne. Letztinstanzlich gab der BGH jedoch dem Vermieter Recht. Nachträgliche Korrektur der Betriebskostenabrechnung ist möglich

 

Laut BGH müsse der Vermieter spätestens innerhalb eines Jahres nach Ende des Abrechnungszeitraums die Nebenkosten mit seinen Mietern abrechnen. Innerhalb dieser Frist könne er die Betriebskostenabrechnung auch noch korrigieren. Die bloße Überweisung des fehlerhaft berechneten Guthabens stelle noch kein Schuldanerkenntnis dar, das den Abrechnungsbetrag verbindlich werden lasse. Erst nach Ablauf der Ein-Jahres-Frist sind keine Korrekturen mehr möglich.

 

Quelle: Immowelt-News

 

Quelle: siehe Quellennachweis 17-80