Kosten Ungezieferbekämpfung

 

Die Kosten für eine einmalige Ungezieferbekämpfung hat immer der Vermieter zu tragen, es sei denn, der Mieter ist für den Ungezieferbefall verantwortlich (LG München I 20 S 19147/00 WM 2001, 245).

 

Kosten der Ungezieferbekämpfung sind nur die laufenden Kosten, zum Beispiel Kosten für ein lnsektenspray.

 

Kosten der Ungezieferbeseitigung sind nur als laufende Aufwendungen in der Nebenkostenabrechnung ansatzfähig. Die Bekämpfung eines besonderen, einmlaigen Ungezieferbefalls trägt der Vermieter. (AG Köln, Urteil vom 13.07.1992 - 213 C 164/92) WM 92, 630

 

Die Umlage der Kosten der Ungezieferbekämpfung setzt voraus, dass es sich um laufende Betriebskosten handelt, für die der Vermieter auch jährlich abrechnen muss.

 

Die Kosten der Bekämpfung von Ungezieferbefall im Wohngebäude sind keine laufenden Bewirtschaftungskosten und daher nicht als Betriebskosten umlagefähig. (AG Oberhausen, Urteil vom 13.09.1996 - 32 C 358/96) WM 96,714

 

Kosten einer gezielten Ungezieferbekämpfung im Wohnhaus hat grundsätzlich der Vermieter zu tragen. (LG München, Urt. v. 5.12.2000 – 20 S 19147/00) WM 2001, 245

 

Eine Klausel im Mietvertrag, wonach der Mieter die Räume auf seine Kosten von Ungeziefer freizuhalten hat, ist unwirksam. Nach der Zweiten Berechnungsverordnung (Anlage 3, § 27 II. BV) sind die Kosten für Schädlingsbekämpfung als Betriebskosten auf die Mieter umlegbar - allerdings nur dann, wenn diese Kosten auf den gemeinschaftlich genutzten Flächen entstehen, etwa in Fluren, im Treppenhaus oder im Kellergang.

 

Die Kosten für eine einmalige Rattenbekämpfung beispielsweise muss der Vermieter selbst tragen.

 

Zu den Kosten der Ungezieferbekämpfung gehört die Bekämpfung von Mäusen, Ratten, Ameisen und Schaben. Sie sind jedoch nur dann auf den Mieter umlegbar,  wenn solche Maßnahmen wegen der Lage des Hauses oder der Eigenart der von untergebrachten Gewerbebetrieben oder aus sonstigen Gründen laufend entstehen.

 

 

 

Quelle: urteile -mietrecht.net

 

 

Quelle: siehe Quellennachweis 17-82