Jahresabrechnung der WEG wegen Unverständlichkeit anfechtbar.

 

Ein Wohnungseigentümer hatte die mehrheitlich beschlossene Jahresabrechnung seiner Eigentümergemeinschaft angefochten, weil diese für ihn in sich nicht verständlich war. Im Gegenteil: Es musste eine DIN A4 Seite lange Erläuterung des Verwalters zu Rate gezogen werden.

 

Die Anfechtung wurde mit Erfolg gekrönt. Die Verwaltung einer Wohnungseigentümergemeinschaft hat gemäß § 28 Abs. 3 WEG nach Ablauf eines Kalenderjahres eine Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben zu erstellen. Dazu hat die Verwaltung eine geordnete und übersichtliche Einnahmen- und Ausgabenrechnung vorzulegen, die zudem auch Angaben über die Höhe der gebildeten Rücklagen enthält.

 

Sie muss für einen Wohnungseigentümer auch ohne Hinzuziehung fachlicher Unterstützung verständlich sein. Diesen Anforderungen genügt eine Abrechnung nur, wenn sie, anders als der Wirtschaftsplan, nicht nur die geschuldeten Zahlungen und die vorgesehenen Ausgaben, sondern eben auch die tatsächlichen Einnahmen und Kosten ausweist.

 

Diesem Maßstab genügte die angefochtene Jahresgesamtabrechnung nicht. Denn die Mitglieder der Eigentümergemeinschaft mussten eine DIN A4-Seite mit einem erklärenden Rechenweg durchlesen und nachvollziehen, um die Abrechnung überhaupt verstehen zu können (LG Berlin, Urteil v. 28.02.14, Az. 55 S 150/12 WEG).

 

 

 

Quelle: gevestor

 

 

 

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Quelle: siehe Quellennachweis 17-77